16. Juli. 2015

Metalltechnik – Stahlbautechnik


Der Lehrberuf Metalltechnik ist ein Modullehrberuf.

Bei Metalltechniker/innen dreht sich alles um Metalle, Maschinen und Werkzeuge. Die Aufgabenbereiche reichen dabei von der Be- und Verarbeitung von Metallen zu Bauteilen und Halbfertig- und Fertigprodukten über die Konstruktion und Herstellung von Maschinen und Werkzeugen, bis zum Zusammenbau, der Steuerung und Überwachung von automatisierten Fertigungsanlagen und Maschinen. Mit Handwerkzeugen und computergesteuerten Anlagen bearbeiten Metalltechniker/innen unterschiedliche Eisen-   und Nichteisenmetalle, teilweise auch Kunststoffe und andere Werkstoffe und stellen daraus Maschinen und Maschinenteile, Werkzeuge, Stahlbauteile, Gehäuse, Fahrzeugteile, Fassadenelemente, Tore, Geländer usw. her. Dabei wenden sie Techniken wie z. B. Schmieden, Schweißen, Löten, Biegen, Feilen, Kleben oder Zerspanungstechniken an.

Für den Modullehrberuf Metalltechnik sind folgende Module vorgesehen:

  • GRUNDMODUL (2 Jahre)
    • Metalltechnik
  • HAUPTMODULE (jeweils 1 1/2 Jahre)
    • Maschinenbautechnik
    • Fahrzeugbautechnik
    • Metallbau- und Blechtechnik
    • Stahlbautechnik
    • Schmiedetechnik
    • Werkzeugbautechnik
    • Schweißtechnik
    • Zerspanungstechnik
  • SPEZIALMODULE (jeweils 1/2 Jahr)

Wichtige gemeinsame Ausbildungsinhalte (Grundmodul und Hauptmodule):

  • Eigenschaften, Be- und Verarbeitungsmöglichkeiten von Werkstoffen und Hilfsstoffen kennen
  • Werkstoffe manuell und maschinell bearbeiten, z. B. Drehen, Fräsen, Schneiden, Biegen, Schmieden, Schweißen
  • technische Unterlage wie z. B. Skizzen, Zeichnungen, Bedienungsanleitungen lesen, anwenden und selbst anfertigen
  • branchenübliche Werkstücke und Bauteile herstellen, zusammenbauen, einstellen und prüfen
  • Oberflächenschutz und Wärmebehandlung von Werkstoffen
  • mit elektrischem Strom, Hydraulik und Pneumatik richtig umgehen
  • mit betrieblicher Hard- und Software arbeiten 

Mit einer Ausbildung im Hauptmodul Stahlbautechnik:

MetalltechnikerInnen in der Stahlbautechnik fertigen Stahlbaukonstruktionen an, montieren sie vor Ort und führen Instandhaltungsarbeiten daran aus. Sie stellen Rahmen- und Trägerteile für Hallen, Fahrzeuge, Kräne und Kabinen sowie für Hochöfen, Öltanks, Kessel oder Aufzüge und Lüftungsschächte her. Sie stellen die benötigten Materialien wie Stahlrohre, Stahlbleche, Drahtseile usw. zusammen und fertigen die Werkstücke nach technischen Plänen und Zeichnungen an. Zuerst schneiden sie die Stahlteile mit maschinellen oder computergesteuerten Sägen zurecht. Anschließend werden die Teile in Umformmaschinen gebogen und abgewinkelt. StahlbautechnikerInnen steuern und bedienen computergesteuerte CNC-Anlagen, programmieren über eine Eingabetastatur die technischen Daten und prüfen die Qualität der gefertigten Teile.


Lehrzeit

3 1/2 bis 4 Jahre


Lehrbetriebe

Gewerbe- und Industriebetriebe aller Branchen, insbesondere Metall be- und verarbeitende Betriebe, Betriebe des Fahrzeug-, Maschinen-, Anlagen-, Apparate- und Werkzeugbaus


Ausbildungsinhalte

Wichtige Ausbildungsinhalte im Hauptmodul „Stahlbautechnik“ sind:

  • Konstruktionen wie z. B. Gebäude- und Hallenkonstruktionen, Portale, Behälter herstellen und aufbauen
  • rechnergestützte (CNC-) Maschinen und Werkzeugmaschinen programmieren und bedienen
  • Schweißverbindungen mit speziellen Schutzgas- und Lichtbogenschweißverfahren herstellen und nachbehandeln
  • Schweißnähte mit zerstörungsfreien und zerstörenden Verfahren prüfen (z. B. visuelle Prüfung, Zug-, Biege-, Druckversuche, Ultraschall- und Röntgenprüfverfahren) und Schweißfehler beheben

Weitere Hauptmodule:

Offene Lehrstellen

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