Industriellenvereinigung Salzburg wählte Dr. Peter Unterkofler zum neuen Präsidenten. Foto: IV/Kolarik Andreas, 5.07.16

Gas geben bei IT, Schule, Start-ups und Standort

Dr. Peter Unterkofler wurde zum neuen Präsidenten der Industriellenvereinigung ­Salzburg gewählt.

Dr. Peter Unterkofler wurde vergangene Woche in der Vollversammlung der Industriellenvereinigung ­Salzburg in Leopoldskron zu ihrem neuen Präsidenten gewählt. Bildung, Standort, Start-ups und eine aktive Politik für Familienbetriebe werden die Schwerpunkte seiner IV-Präsidentschaft sein. Peter Unterkofler, Geschäftsführer der Jacoby Holding, übernahm damit die Funktion von Leube-Chef KommR Rudolf Zrost, der neun Jahre lang der IV Salzburg vorstand.

 

Vor allem im Bildungsbereich sei viel gelungen, zog Zrost Bilanz. Die IV habe von der Spürnasenecke im Kindergarten bis zu den Industrietechnikern in der Lehre und dem Studium der Ingenieurwissenschaften wichtige Akzente gesetzt. Zrost wurde zum Ehrenpräsidenten der Landesgruppe ernannt. Landeshauptmann Wilfried Haslauer überreichte Zrost das Ehrenzeichen des Landes Salzburg. Haslauer hob die gute Zusammenarbeit zwischen dem Land Salzburg und der Industriellenvereinigung hervor. „Rudi Zrost war als Präsident der Industriellenvereinigung ein engagierter Vertreter der Interessen der Industrie, der darüber hinaus als konstruktiver Partner stets über den Tellerrand seiner eigenen Branche hinaus agiert hat. Mit seiner angenehmen, sachlich fundierten und stets korrekten Art hat er maßgeblich zur Weiterentwicklung des Wirtschaftsstandortes beigetragen“, sagte Haslauer, der überzeugt ist, dass die bewährte Zusammenarbeit unter dem neuen Präsidenten fortgesetzt wird.

 

Mit Peter Unterkofler übernimmt die nächste Generation das Ruder in der Industriellenvereinigung. Neu als Stellvertreter im Präsidium der IV Salzburg ist Marianne Kusejko (Sigmatek GmbH & Co KG), neben Peter Malata (W&H Dentalwerk Bürmoos GmbH) sowie Leonhard Schitter (Salzburg AG).

 

Salzburgs Lehrstühle für Informatik verdoppeln

 

Unterkofler forderte in seiner Antrittsrede eine weitgehende Autonomie für die Schulen. Damit könnten Schulen pädagogisch, personell und finanziell selbstständig agieren und in den Wettbewerb um die Schüler treten. „Machen wir Salzburg zum schulischen Innovationsspitzenreiter!“, schlug Unterkofler vor.

An der Hochschule sollte vor allem der MINT-Bereich in Richtung Materialwissenschaften und Informatik ausgebaut werden. Unterkofler präsentierte einen konkreten Vorschlag: Eine Salzburger Wirtschaftsdelegation habe kürzlich in Berlin erfahren, dass dort gerade 100 neue Lehrstühle für Informatik geschaffen werden. „Auch unsere Industriebetriebe müssen im Digitalisierungswettlauf mithalten. Deshalb meine Forderung: Werten wir auch in Salzburg die Computerwissenschaften auf, machen wir es wie Berlin! Verdoppeln wir die Professuren, schaffen wir sechs neue Lehrstühle. In Wien werden Informatikstudenten abgewiesen – holen wir sie doch nach Salzburg“, sagte Unterkofler.

 

Dem neuen IV-Präsidenten ist auch das Thema Entrepreneurship ein Anliegen. Mit Start-up Salzburg sei man auf einem guten Weg. Dennoch sollte mehr jungen Menschen Lust auf Unternehmertum und auf Firmengründung vermittelt werden. Dazu brauche es aber auch eine neue Einstellung zum Scheitern. Viele halte die Angst vor Stigmatisierung im Fall des Scheiterns von einer Firmengründung ab.

Unterkofler geht es aber auch um Familienbetriebe mit Eigenkapital, die der Staat nicht belohne, sondern belaste. Er forderte eine steuerliche Abzugsmöglichkeit für fiktive Eigenkapitalzinsen und die halbe KöSt für nicht entnommene Gewinne. Nicht zuletzt bleiben auch für Unterkofler die interessenpolitischen Dauerbrenner auf der Agenda: Abbau von Bürokratie, Senkung der Steuerbelastung, Arbeitszeitflexibilisierung und Infrastruktur.

 

Übergabe in der IV Salzburg: Dr. Peter Unterkofler (rechts) übernahm die Funktion von KommR Rudolf Zrost, der die Geschicke der Salz­burger Landesgruppe neun Jahre lang leitete.

Foto: IV/Kolarik




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