07. Oktober. 2020

MINT Gütesiegel Schulen

Gemeinsam mit dem Bildungsministerium, der Wissensfabrik Österreich und der PH Wien hat die Industriellenvereinigung 2017 eine Qualitätsoffensive für den naturwissenschaftlich-technischen Unterricht gestartet.

 

Wir leben in einer Welt, die von rasanten Veränderungen geprägt ist. Neue Technologien beeinflussen immer mehr Bereiche unseres Lebens und die fortschreitende Digitalisierung beschleunigt diese Entwicklung. Mit dem technologischen Fortschritt ändern sich auch die Anforderungen an junge Menschen am Arbeitsmarkt. Kompetenzen in den MINT-Disziplinen (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik) sind dabei in einer modernen Gesellschaft immer stärker gefragt und eröffnen vielseitige berufliche und persönliche Chancen für junge Menschen.

Doch auch abseits der guten Jobchancen ist eine solide naturwissenschaftlich-technische Grundbildung von hoher Bedeutung. Je besser eine Gesellschaft in diesen Disziplinen gebildet ist, desto geringer sind die Chancen für naive Wissenschafts- und Technikgläubigkeit einerseits sowie uninformierte und unreflektierte Ablehnung andererseits.

Bereits im Kindesalter wird der Grundstein für eine MINT-Begeisterung gelegt. Kinder, die schon in elementarpädagogischen Bildungseinrichtungen in ihren MINT-Kompetenzen gefördert und in ihrem Tun bestärkt werden, entwickeln ein positiveres Selbstkonzept in Bezug auf Naturwissenschaft und Technik. Dies hat zur Folge, dass sie sich zukünftig mit einem weit größeren Selbstvertrauen technischen Herausforderungen annähern und diese mit einem anderen Selbstverständnis meistern werden. Gerade deshalb ist der frühe Kontakt mit entdeckendem und forschendem Lernen im MINT-Bereich so wichtig.

Ein wesentlicher Beitrag zur Steigerung des Interesses an Naturwissenschaften und Technik kann der schulische Unterricht leisten. Für die Gestaltung eines begeisternden Unterrichts spielen Lehrerinnen und Lehrer die entscheidende Rolle. Allerdings können sie diese herausfordernde Aufgabe nur dann optimal leisten, wenn sie durch entsprechende Maßnahmen und Rahmenbedingungen (Arbeitsumfeld, Schulleitung, passende Weiterbildungsangebote) unterstützt werden. Mit dem MINT-Gütesiegel sollen Schulen ausgezeichnet werden, die versuchen diese Rahmenbedingungen so optimal wie möglich zu gestalten und besonders darauf achten, dass Mädchen und Burschen gleichermaßen für die MINT-Fächer begeistert werden.

Mit dem MINT-Gütesiegel werden Bildungseinrichtungen ausgezeichnet, die mit verschiedenen Maßnahmen innovatives und begeisterndes Lernen in Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik fördern. Mit vielfältigen Zugängen für Mädchen und Burschen.

Das Gütesiegel wird von einem Gremium aus Expertinnen und Experten auf Basis der Bewerbungen an ausgewählte Bildungseinrichtungen vergeben.

Hier finden Sie alle 336 Bildungseinrichtungen, die mit dem MINT-Gütesiegel ausgezeichnet wurden.

Ab 15. November 2020 können sich Schulen und Kindergärten für das MINT-Gütesiegel 2021–2024 bewerben. Ebenso sind Wiedereinreichungen von bereits ausgezeichneten Bildungseinrichtungen möglich.

Informationen zu den Bewertungskriterien für ersteinreichende Bildungseinrichtungen finden Sie hier: Bewertungskriterien_Ersteinreicher (PDF 0,5 MB).

Bei wiedereinreichenden Bildungseinrichtungen (= Bildungseinrichtungen, die in der Vergangenheit bereits mit dem für drei Jahre gültigen MINT-Gütesiegel ausgezeichnet worden sind) liegt der Fragenfokus einerseits auf einem Rückblick auf die letzten drei Jahre, andererseits sollen im Sinne der Unterrichts- und Schulentwicklung Ziele und Maßnahmen für die kommenden drei Jahre formuliert werden.



Zielgruppen

Eltern

Lehrer

Schüler



Kontaktinformation

Mag. Christina Amann-Winter

Bildung & Gesellschaft
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T. 0662 872266-74

E. christina.amann@iv.at